Raum zum Sein

Kreativität auf der spirituellen Ebene

Körperliche Haltung – Geistige Haltung –> Neue Denkhaltung

Bei jeder Begegnung, bei jedem Zusammensein, leben wir uns Menschen einander etwas vor. Darin entdecken wir beim Gegenüber Wesensarten, die uns gefallen und solche die es eben nicht tun. Was bleibt uns, wenn wir uns vom anderen Menschen verabschieden? Halte ich in Ehren, was mir wohl tat und gut gefallen hat, oder drängt sich immer mehr das nach vorne, was mir an dieser Person nicht gepasst hat?

Diese Beobachtung rief bei mir ein differenziertes Denken hervor. Ich fragte mich: „Was will ich hochhalten? Das was mir gut tut oder das, was mich runterzieht?“ So habe ich meine Eigenliebe entdeckt. Wenn ich fähig bin mich selbst zu akzeptieren, mit meinen Fehlern oder Teilen meiner Wesensart, die mir nicht als vorteilhaft erscheinen, dann kann ich das auch bei andern Menschen anwenden.

Wenn ich das hochhalte, was mir gut tut, mich an das erinnere, das mir ein Wohlgefühl gibt, so fühle ich mich glücklicher. Ich befasse mich mit den Teilen, die mir gut tun. Wenn ich auf diese Weise lebe und denke, habe ich einen einfacheren Zugang zum Lieben. Wenn ich liebe, verändert sich meine Gefühlshaltung zu jenen Teilen, die mir nicht so gefallen, seien sie nun an mir oder an anderen Menschen. In dieser bewussten Haltung des Liebens, kann ich die Teile an mir und anderen Menschen oder auch erlebte Situationen betrachten, die mir zuwider sind. Nicht, dass ich sie automatisch lieben würde, das wäre gelogen.

Jedoch ermöglicht mir die Haltung der Liebe in mir, die Bereitschaft zu verzeihen. Ich verzeihe mir und ich verzeihe dem anderen. Ich verzeihe mir meinen Blickwinkel, weil ich nicht fähig bin auch die Blickwinkel des andern zu erfassen. Da ich das Liebenswerte im andern Menschen entdeckt habe, weiss ich automatisch um die dunklen Anteile, auch ohne ein Detailwissen darüber zu haben.

Da wir alle ein Ganzes sind, wissen wir, dass alles vorhanden ist. Ich stelle mir das vor wie die Beleuchtung des Mondes durch dich Sonne. Gewisse Teile sind sichtbar und andere Teile sind unsichtbar. Bei den einen Menschen sind mehr bekömmliche Anteile sichtbar als bei anderen. Doch wissen wir, dass die dunklen Anteile auch vorhanden sind. Sie werden unter Umständen im Moment nicht gelebt oder offen gezeigt.

So können wir unser Denken anregen, in welche Richtung wir es auszuleben wünschen. Der Mond scheint trügerisch zu sein. Er zeigt immer nur gewisse Teile von sich und dieser Umstand ändert sich fortlaufend. Auch der Mond ist ein Ganzes, so wie wir es auch sind.

 

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